Behinderung: Kein Grund, zu Hause zu bleiben

Behindert: na und? Das ist ein bekannter Slogan, der nicht zuletzt darauf hinweisen soll, dass man den Menschen mit einem Handicap das Leben so angenehm, wie möglich, so normal, wie es nur geht machen soll. Dazu gehört die Integration in die Gesellschaft, eine fähigkeitsbezogene Ausbildung, eine Förderung in allen Belangen des täglichen Lebens. Es sollte nie wieder zu einem Wegsperren behinderter Menschen kommen; daran arbeiten Organisationen seit vielen Jahren. Zu einem möglichst normalen Leben als körperlich oder auch geistig behinderter Mensch gehört also ein gewisses Maß an Freiraum und Mobilität, angepasst an das Können, das verbleibt. Nicht bevormundet und „überbehütet“ müssen behinderte Menschen jeder Altersgruppe werden, sondern gefordert und akzeptiert.

Ein Stück Freiheit bekommen die Patienten zurück, wenn sie einen Elektrorollstuhl zur Verfügung haben. Je nach Behinderungsgrad ist es vielleicht erforderlich, jemanden an der Seite zu haben, der beim Einsteigen und Aussteigen behilflich ist. Vielleicht ist es auch nicht so einfach, völlig allein durch die Stadt zu kommen, sich zu orientieren und überall hin zu gelangen, wo man hin muss beziehungsweise möchte. Doch selbst mit einer begleitenden Pflegeperson ist es nicht mehr das „geschoben werden“ sondern ein „nebeneinander“, das durch den Elektrorollstuhl, der mit seinem Elektromotor für eigenen Antrieb sorgt und bequem gesteuert werden kann, deutlich besser ermöglicht wird, als durch jede Art von mechanischem Transportmittel.

Elektrorollstuhl für drinnen und draußen

Bei der Anschaffung vom Elektrorollstuhl ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Breite und Länge des Fahrzeugs mit den Lebensumständen vereinbar sind. Wahlweise werden zwei Geräte angeschafft; eines für die Wohnung, etwas kleiner und wendiger und eines für den Außenbereich, mit größerer Leistung, höherer Reichweite und mehr Stauraum. Es gibt jedoch durchaus auch Elektromobile, die für beide Verwendungen in Frage kommen. Diese sind nicht übergroß, passen durch jede Wohnungstüre und um beinahe jede Kurve, können aber im Freien durch eine flexible Reichweite überzeugen. Über die Kostenübernahme informiert sich am besten jeder Patient beziehungsweise Betreuer bei der eigenen Krankenkasse. Die Unterhaltskosten setzen sich aus Batterieverschleiß und Aufladen zusammen; dabei ergibt sich ein sehr geringer Betrag, der auch mit einem schmalen Budget jederzeit vertretbar ist.